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Venezuela: Maduro droht mit vorgezogener Parlamentswahl

2.2.2019 20:18 Uhr

Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit August hat Nicolas Maduro vorgezogene Parlamentswahlen angedroht. Das ist momentan fest in der Hand der Opposition.

Auf der Agenda der Verfassungsgebenden Versammlung stehe eine Prüfung, die eigentlich für 2020 vorgesehene Parlamentswahl vorzuziehen, und er sei damit "einverstanden", sagte Maduro am Samstag in Caracas vor seinen Anhängern.

Im Parlament hat die Opposition das Sagen, Parlamentspräsident Juan Guaido hatte sich am 23. Januar zum Interims-Staatschef erklärt. Die USA, Kanada und mehrere lateinamerikanische Länder erkennen Guaido als amtierenden Präsidenten von Venezuela an. Deutschland und mehrere andere europäische Länder haben Maduro bis Sonntag Zeit gegeben, um Neuwahlen zur Präsidentschaft anzusetzen. Andernfalls wollen auch sie Guaidó als Interimsstaatschef anerkennen.

Zehntausende auf den Straßen

Um den Druck auf Maduro zu verstärken, hatte Guaido für Samstag zum "größten Protestmarsch in der Geschichte Venezuelas und unseres Kontinents" aufgerufen. Außer zehntausende seiner Anhänger demonstrierten aber auch Unterstützer Maduros. Dessen Rede bei der Abschlusskundgebung seiner Anhänger war sein erster Auftritt in der Öffentlichkeit seit einem angeblichen Anschlagsversuch gegen ihn mit zwei mit Sprengstoff beladenen Drohnen Anfang August.

(be/afp)

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