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Venezuela: Maduro als Präsident vereidigt

10.1.2019 18:51 Uhr

Nicolás Maduro ist für seine zweite Amtszeit als Präsident Venezuelas vereidigt worden. Begleitet wurde dies von internationalen Protesten. Der sozialistische Staatschef legte am Donnerstag vor dem Obersten Gerichtshof seinen Amtseid ab.

Maduro war im Mai vergangenen Jahres in einer umstrittenen Abstimmung wiedergewählt worden. Zahlreiche Staaten, internationale Organisationen und die venezolanische Opposition sprachen von einem undemokratischen Wahlprozess und erkannten das Ergebnis nicht an.

USA und EU verhängen Sanktionen

Zuletzt hatten mehrere lateinamerikanische Staaten und Kanada angekündigt, Maduro nicht als rechtmäßigen Präsidenten anzuerkennen. Die USA und die EU verhängten bereits eine Reihe von Sanktionen gegen die venezolanische Führungsriege.

Die Krise in dem erdölreichsten Land der Welt entwickelt sich zu einem Problem für die ganze Region. Wegen Devisenmangels kann der Staat kaum noch Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs importieren. Die medizinische Versorgung ist weitgehend zusammengebrochen. Rund drei Millionen Menschen haben Venezuela bereits verlassen und Zuflucht in benachbarten Ländern gesucht.

(an/dpa)