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Venezuela: Journalisten verhaftet, Konten eingefroren

6.3.2019 19:17 Uhr

Der Machtkampf um Venezuela geht weiter. Alle Seiten kämpfen mit harten Bandagen. Dabei ist der Konflikt längst nicht mehr auf das Land selbst beschränkt. Auch international wird der Ton rauer.

Innerhalb Venezuelas

Inmitten des Machtkampfs zwischen der Regierung und der Opposition in Venezuela haben Sicherheitskräfte nach Angaben der Pressegewerkschaft einen US-Journalisten festgenommen. Agenten des venezolanischen Militärgeheimdienstes hätten die Wohnung von Cody Weddle in Caracas durchsucht und den Reporter und seine Arbeitsausrüstung mitgenommen, teilte die Nationale Gewerkschaft der Medienschaffenden (SNTP) am Mittwoch mit. Weddle arbeitet als freier Journalist eigenen Angaben zufolge unter anderem für die US-Medien ABC und «Miami Herald».

Die zunehmend autoritäre Regierung von Maduro hatte vor einigen Wochen mehrere ausländische Journalisten festgenommen und ausgewiesen, weil sie ohne gültiges Arbeitsvisum in Venezuela arbeiteten. Seit Ende letzten Jahres sitzt zudem der deutsche Journalist Billy Six in Venezuela in Haft. Ihm werden Spionage und Rebellion zur Last gelegt.

Außerhalb Venezuelas

Die US-Regierung hat mit Strafmaßnahmen gegen internationale Einrichtungen gedroht, die den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro unterstützen. Der Nationale Sicherheitsberater im Weißen Haus, John Bolton, warnte am Mittwoch, Washington werde die Institutionen für "ungesetzliche Transaktionen" mit Maduro und seinem "korrupten Netzwerk" bestrafen.

(an/dpa/afp)