epa/Alberto Valdes

Venezuela: Guaido ruft zu Massenprotesten auf

5.4.2019 22:34 Uhr

Der selbsternannte Interimspräsident Juan Guaido will den Druck auf Staatschef Nicolas Maduro erhöhen. Am Samstag soll seine "Operation Freiheit" anlaufen: Mit Massenprotesten im ganzen Land will der Oppositionsführer seinen Widersacher aus dem Amt drängen. "Wir treten in die entscheidende Phase für die Beendigung der unrechtmäßigen Machtübernahme", sagte Guaidó.

"Wir fordern Freiheit und Demokratie". Maduros sozialistische Regierung rief ihre Anhänger ebenfalls zu Demonstrationen auf.

Mehr Demokratie wagen

Zuletzt hatte die von den regierenden Sozialisten kontrollierte Verfassungsgebende Versammlung die parlamentarische Immunität von Guaidó aufgehoben. Damit könnte er verhaftet werden. Gegen den Präsidenten des von der Opposition kontrollierten Parlaments laufen zwei Ermittlungsverfahren wegen Amtsanmaßung und Sabotage. Zuletzt war ihm bereits die Ausübung politischer Ämter für 15 Jahre untersagt worden.

Guaido liefert sich seit über zwei Monaten einen erbitterten Machtkampf mit dem umstrittenen sozialistischen Staatschef Maduro. Er hatte sich am 23. Januar zum Übergangspräsidenten erklärt und Maduro die Legitimation abgesprochen. Viele Länder haben Guaido bereits als rechtmäßigen Übergangspräsident anerkannt, in Venezuela selbst konnte er Maduro aber noch nicht gefährlich werden. Vor allem das mächtige Militär hält dem Präsidenten weiterhin die Treue.

(an/dpa)