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Venezuela: Erneute Proteste gegen Nicolas Maduro

13.3.2019 7:44 Uhr

Der selbsternannten venezolanische Übergangspräsident Juan Guaido hat neue Proteste gegen den Staatschef Nicolas Maduro angeführt. Der Oppositionsführer sieht das Ende der Präsidentschaft seines Gegners "sehr nah". Derweil seien gegen ihn Ermittlungen eingeleitet worden.

Vor tausenden Anhängern versprach der Oppositionsführer am Dienstag in der Hauptstadt Caracas, er werde Maduro bald im Präsidentenpalast ablösen. Zugleich machte Guaido erneut die Regierung für den seit sechs Tagen andauernden Stromausfall verantwortlich.

Ermittlungen gegen Guaido

Derweil verkündete Maduro im Staatsfernsehen einen "Sieg" über den "Stromkrieg" der USA. Er wolle die Vereinten Nationen, China, Russland, Kuba und den Iran bitten, bei einer Untersuchung der "Cyberangriffe" zu helfen, die zu dem tagelangen Blackout geführt hätten. Der Linksnationalist hat Washington wiederholt vorgeworfen, den Stromausfall mit Cyberattacken auf das größte Wasserkraftwerk des Landes verursacht zu haben.

Die Regierung wirft außerdem der Opposition Sabotage vor. Generalstaatsanwalt Tarek William Saab erklärte am Dienstag, gegen Guaido seien Ermittlungen wegen seiner "mutmaßlichen Beteiligung an der Sabotage des venezolanischen Elektrizitätssystems" eingeleitet worden.

Guaidó will Maduro aus dem Amt drängen und Neuwahlen organisieren. Mehr als 50 Staaten, allen vor den USA, unterstützen ihn im Machtkampf gegen den Amtsinhaber.

(sis/afp)