epa/Rafael Hernandez

Venezuela: Demonstranten fordern Hilfslieferungen

12.2.2019 21:44 Uhr

In Venezuela ist der Machtkampf zwischen Nicolas Maduro, dem Staatschef Venezuelas und dem selbsternannten Interimspräsident Juan Guaido noch immer voll entbrannt. Nun sind erneut zahlreiche Gegner der Regierung auf die Straßen gegangen.

Anlässlich des Tags der Jugend riefen sie bei einer Demonstration am Dienstag in der Hauptstadt Caracas die Streitkräfte auf, die humanitäre Hilfe für die notleidende Bevölkerung ins Land zu lassen.

Hilfslieferungen warten seit Wochen in Kolumbien

"Mit der Kraft der Jugend fordern wir, dass die humanitäre Hilfe hereingelassen wird, und gedenken all der jungen Menschen, die im Kampf für die Freiheit in Venezuela gefallen sind", schrieb Guaidó auf Twitter.

Hilfslieferungen für Venezuela die an der Grenze zu Kolumbien gelagert werden. (Bild: epa/Maurico Duenas Castaneda)

Seit der vergangenen Woche warten in der kolumbianischen Grenzstadt Cúcuta zehn Lastwagen mir etwa 100 Tonnen Hilfsgütern auf die Erlaubnis, passieren zu dürfen. In dieser Woche soll zudem eine Sammelstelle für Lebensmittel, Medikamente und Hygieneartikel im brasilianischen Bundesstaat Roraima eingerichtet werden.

Das erdölreichste Land der Welt leidet unter einer schweren Versorgungskrise. Viele Menschen hungern, in den Krankenhäusern fehlt es an Medikamenten und Material. Maduro lehnt die humanitäre Hilfe allerdings ab. Er befürchtet, dass die Lieferungen lediglich ein Vorwand für eine militärische Intervention in Venezuela sein könnten.

(an/dpa)