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Venezuela: Ausreiseverbot für Guaido

29.1.2019 17:46 Uhr

Gegen den selbsternannten Interimspräsident Juan Guaido hat der Generalstaatsanwalt Venezuelas nun Ermittlungen eingeleitet. Generalstaatsanwalt Tareck William Saab stellte am Dienstag einen Antrag beim Obersten Gerichtshof, Guaido die Ausreise aus dem südamerikanischen Land zu untersagen und seine Konten einzufrieren.

Guaido zeigte sich unbeeindruckt. Das Vorgehen des Generalstaatsanwalts reihe sich ein in die Drohgebärden gegen ihn und das von der Opposition dominierte Parlament, sagte der 35-Jährige.

In dem südamerikanischen Land tobt derzeit ein Machtkampf zwischen der Regierung und der Opposition. Der von den USA unterstützte Parlamentschef Guaidó hatte sich zum Übergangspräsidenten erklärt und will Staatschef Nicolás Maduro aus dem Amt drängen. Die Wiederwahl Maduros im vergangenen Jahr entsprach nicht den demokratischen Standards.

Maduro spricht von Staatsstreich

Maduro hingegen spricht von einem Staatsstreich gegen seine sozialistische Regierung. In Venezuela tobt ein Machtkampf zwischen Staatschef Nicolás Maduro und Guaido, der sich am Mittwoch zum Übergangspräsidenten erklärt hatte. Die USA und mehrere andere Staaten erkannten Guaido an. Russland und China unterstützen aber weiterhin Maduro.

Der Präsident kann sich bislang auch auf den Rückhalt der Armee und der Justiz verlassen. Generalstaatsanwalt Saab ist ein Anhänger Maduros und auch der Oberste Gerichtshof unterstützt die Regierung des Linksnationalisten.

(an/afp/dpa)