Hürriyet

Varosha in Nordzypern: Türkei lehnt EU-Resolution "vollständig" ab

27.11.2020 15:41 Uhr

Die Türkei erteilt der Forderung des Europaparlaments, ihre Truppen aus Nordzypern abzuziehen und die teilweise Öffnung der "Geisterstadt" Varosha wieder rückgängig zu machen, eine klare Absage. "Wir lehnen diese Resolution der Europaabgeordneten vollständig ab", sagte der Sprecher des Außenministeriums, Hami Aksoy, in einer Erklärung.

Aksoy unterstrich, dass die Türkei die Regierung in Nordzypern bei diesem Thema voll unterstütze. "Diese Entscheidung zeigt einmal mehr, wie realitätsfern und voreingenommen das Europaparlament in der Zypernfrage ist. Die EU muss sich der Wirklichkeit stellen“, sagte er. Wenn die Abgeordneten bei ihrer Meinung blieben, sei ein "konstruktiver Beitrag zur Lösung der Zypernfrage nicht möglich", so der Sprecher. Zudem sagte Aksoy, dass die Türkei ihre eigenen Rechte und die der Menschen in Nordzypern "immer" schützen werde. Er betonte aber auch, dass die türkische Regierung den Dialog weiterhin suchen werde und die Verhandlungen fortsetzen will.

Klare Forderungen

Das Europaparlament hatte am Donnerstag mit einer Resolution klare Forderungen an die Türkei gestellt. Neben dem Abzug ihrer Truppen aus Nordzypern soll der Stadtteil Varosha in der Hafenstadt Famagusta an seine ursprünglichen Bewohner zurückgegeben werden, hieß es. "Das türkische Vorgehen ist nicht akzeptabel", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, David McAlister (CDU). Das Parlament sprach von "Provokationen".

(mb)

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