dpa

Utrecht: Polizei fahndet nach 37-Jährigem

18.3.2019 13:45 Uhr

In Utrecht sollen die Menschen, nach den Schüssen in einer Straßenbahn, nicht ihre Häuser verlassen. Das teilte die Stadt am Montag mit.

Wie die Polizei aus Utrecht via Twitter mitteilt, ist die Gefahr noch nicht vorüber und die Polizei, wie auch die Gemeindeverwaltung der viertgrößten Stadt in den Niederlanden raten dringend dazu, in den Häusern zu bleiben. Man könne, so die Behörden, weitere Vorfälle nicht ausschließen. Weiterhin weist die Polizei darauf hin, dass noch nach dem flüchtigen Täter gesucht wird. Laut Behörden fielen Schüssen in Utrecht an mehreren Stellen.

Tote und Verletzte

Am Morgen gegen 10.45 Uhr waren in einer Straßenbahn in Utrecht Schüsse gefallen. Mehrere Menschen wurden verletzt. Laut Medienberichten wurden auch Menschen getötet. Die genauen Hintergründe des Vorfalls waren zunächst unklar. Die Polizei rief die Menschen dazu auf, vom Tatort fernzubleiben. Auch mehrere Hubschrauber waren im Einsatz. Utrecht ist etwa 75 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, die Bundespolizei kontrollierte Straßen und in Zügen an der deutschen Grenze. "Wir haben unsere Fahndungsmaßnahmen hochgefahren, nachdem wir informiert wurden", sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Kleve.

Laut aktuellen Angaben des Bürgermeisters von Utrecht, Jan van Zane, ist die Zahl der Opfer auf drei Tote und neun Verletzte gestiegen. Drei der neun Verletzten sollen sich in einem kritischen Zustand befinden.

Alle Moscheen und die Universität Utrecht schließen

In der niederländischen Stadt Utrecht haben nach den Schüssen in einer Straßenbahn alle Moscheen vorsorglich geschlossen. "Wir haben das in Abstimmung mit der Polizei getan", sagte der Sprecher der größten Moschee in der Stadt. Zuvor waren mehrere Menschen durch Schüsse in einer Straßenbahn schwer verletzt worden. Die Polizei schließt einen terroristischen Hintergrund nicht aus.

Auch die Universität der niederländischen Stadt schloss ihre Türen. Alle Studenten wurden aufgefordert, in den Uni-Gebäuden zu bleiben. Die Polizei sperrte eine Straße in Utrecht ab. Mitglieder einer Anti-Terror-Einheit drangen nach Berichten niederländischer Reporter in eine Wohnung ein. Schüsse seien nicht zu hören gewesen.

Fahndung nach Mann namens Gökmen Tanis

Die niederländische Polizei fandet im Zusammenhang mit dem tödlichen Angriff in Utrecht nach einem 37-jährigen Mann türkischer Herkunft. Die Polizei veröffentlichte am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter ein Foto des in der Türkei geborenen Gökmen Tanis und bat die Bürger, nach dem Verdächtigen Ausschau zu halten. "Nähern Sie sich ihm nicht", warnte die Polizei.

(gi/dpa/afp)

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