afp

USA wollen mindestens zwölf saudiarabische Militärschüler ausweisen

12.1.2020 13:46 Uhr

Medienberichten zufolge wollen die USA mindestens ein Dutzend saudiarabische Militärschüler ausweisen. Dies folgt nach Ermittlungen zu dem Schusswaffenangriff im Dezember.

Ihnen würden extremistische Verbindungen und der Besitz von Kinderpornographie vorgeworfen, berichteten US-Medien am Samstag. Dies hätten die Ermittlungen zu einem tödlichen Schusswaffenangriff auf einem US-Militärstützpunkt im Bundesstaat Florida ergeben.

Drei Menschen getötet, acht verletzt

Der saudiarabische Leutnant Mohammed al-Schamrani hatte im Dezember auf dem Marinefliegerstützpunkt in Pensacola im Bundesstaat Florida in einem Unterrichtsgebäude um sich geschossen. Drei US-Militärs wurden getötet und acht weitere Menschen verletzt. Der Angreifer wurde bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet. Den Militärschülern aus Saudi-Arabien werde zwar nicht vorgeworfen, al-Schamrani geholfen zu haben, berichtete CNN. Einige von ihnen hätten jedoch Verbindungen zu extremistischen Bewegungen. Die Untersuchung durch die US-Bundespolizei FBI habe zudem ergeben, dass einige von ihnen nicht das fragwürdige Verhalten des Angreifers im Vorfeld der Attacke gemeldet hätten, berichtete die Zeitung "Washington Post".

Ausbildung von saudischen Militärs ausgesetzt

Das US-Verteidigungsministerium hatte nach dem Angriff die praktische Ausbildung von Militärs aus Saudi-Arabien ausgesetzt. Die USA und Saudi-Arabien arbeiten militärisch eng zusammen. In den Vereinigten Staaten werden jährlich hunderte von saudiarabischen Militärs ausgebildet.

(be/afp)

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