dpa

USA will Entmachtung Maduros

26.5.2019 13:01 Uhr

Zum ersten Mal kommen durch die Vermittlung der Norweger Vertreter Maduros und der Opposition unter Interimspräsident Guaido zusammen. Die USA bestärkte erneut ihre Absicht, Staatschef Maduro und sein "illegitimes Regime" zu entmachten.

Dieser hatte zuletzt eine Neuwahl des von der Opposition dominierten Parlaments ins Gespräch gebracht. "Freie Wahlen können nicht von einem Tyrannen überwacht werden", teilte das US-Außenministerium in Washington am Samstagabend mit .

Daher könne in Oslo mit Maduro einzig und allein "über die Bedingungen seines Abgangs" verhandelt werden. "Wir hoffen, dass sich die Gespräche in Oslo darauf konzentrieren, dass dann auch Fortschritte möglich sind", heißt es weiter in der Mitteilung.

Opposition skeptisch

Gleichzeitig forderte das US-Außenministerium von der Regierung in Caracas die sofortige Freilassung inhaftierter Oppositionspolitiker, unter ihnen der stellvertretenden Parlamentsvorsitzenden Edgar Zambrano. Insgesamt gebe es in Venezuela aktuell 800 politische Gefangene.

<p class="backround'>Die Opposition um den selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó sieht den von Norwegen eingefädelten Verhandlungsversuch skeptisch. "Wir geben uns nicht für einen falschen Dialog her", sagte Guaidó. In den vergangenen Jahren gab es immer mal wieder Gespräche zwischen den verfeindeten Lagern, die allerdings im Sande verliefen. Die Opposition wirft Maduro vor, sich lediglich auf Gespräche einzulassen, um Zeit zu schinden.

(be/dpa)