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USA: Weniger Verbrechen in New York

4.1.2019 19:11 Uhr

In New York ist auch 2018 die Kriminalitätsrate weiter gesunken. Damit sei New York erneut die sicherste Großstadt der USA gewesen, teilte Bürgermeister Bill de Blasio in der Nacht zum Freitag mit.

2018 habe es 289 Morde gegeben. 2017 waren es 292, 1990 noch 2262. Außerdem habe es mehr als vier Prozent weniger Schießereien und knapp acht Prozent weniger Raubüberfälle gegeben. Insgesamt sei das Kriminalitätsaufkommen in der Metropole um rund 1,3 Prozent gesunken. In den 80er und 90er Jahren hatte New York noch als extrem gefährlich gegolten, seitdem ist die Kriminalitätsrate aber immer weiter gesunken.

"Hate Crime" gestiegen

In zwei Bereichen stiegen die Raten 2018 allerdings an: Die Zahl der sogenannten "hate crimes" mit fremdenfeindlichem oder antisemitischem Hintergrund stieg um 7 Prozent auf 361. Und die Zahl der gemeldeten Vergewaltigungen stieg sogar um 22 Prozent auf 1795.

Dafür sei unter anderem auch die #MeToo-Bewegung, in deren Rahmen nach öffentlich gewordenen Fällen sexueller Übergriffe von Prominenten deutlich mehr über den Umgang mit sexueller Belästigung diskutiert wurde, verantwortlich, sagte Bürgermeister de Blasio. "Die Aktivisten und die New Yorker Polizei glauben auf Basis ihrer Informationen dasselbe: Das historisch immer zu wenig gemeldet wurde und dass das nun endlich adressiert wird. Ich denke, die #MeToo-Bewegung ist ein Teil davon."

(an/dpa)