Symbolbild: imago/Sammy Minkoff

USA warnen Türkei vor eigenmächtigen Militäroperationen in Syrien

4.4.2019 10:23 Uhr

Vor eigenmächtigen Militäroperationen in Nordsyrien hat die USA die türkische Regierung in scharfer Form gewarnt. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat in der Vergangenheit wiederholt angedroht, militärisch gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien vorzugehen.

Das US-Außenministerium teilte mit, Außenminister Mike Pompeo habe seinem türkischen Kollegen Mevlüt Cavusoglu bei einem Treffen am Mittwoch in Washington gesagt, ein solches Vorgehen könne "potenziell verheerende Konsequenzen" nach sich ziehen.

Starke Anspannungen zwischen USA und Türkei

Ankara hält die YPG für einen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. Die von der YPG angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) sind ein Partner der USA im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). US-Präsident Donald Trump hatte der Türkei im Januar mit wirtschaftlicher Zerstörung gedroht, sollten sie die Kurden in Syrien angreifen. Das Verhältnis zwischen den Nato-Bündnispartnern USA und Türkei ist stark angespannt.

In der Mitteilung des Ministeriums hieß es weiter, Pompeo habe bei dem Treffen die Freilassung von US-Staatsbürgern und Mitarbeitern diplomatischer Vertretungen der USA gefordert, die in der Türkei festgenommen worden waren. Pompeo habe außerdem seine Sorge über den von der Türkei geplanten Kauf eines russischen Raketenabwehrsystems zum Ausdruck gebracht. Ankara hält trotz des Widerstands der US-Regierung und der Nato an dem umstrittenen Deal mit Moskau fest.

(gi/dpa)