epa/Abedin Taherkenareh

USA verurteilen Botschaftsbesetzung

5.11.2019 9:23 Uhr

Die USA haben die Besetzung der US-Botschaft in Teheran vor 40 Jahren verurteilt und die iranische Regierung zu einer politischen Kehrtwende aufgerufen. Die Erstürmung der US-Botschaft damals sei eine dreiste Tat gewesen, hieß es am Montag in einer Erklärung aus dem Weißen Haus.

Weiterhin benutze das iranische Regime unschuldige Zivilisten, um seine fehlgeleitete Außenpolitik voranzutreiben. Solange Teheran dieses feindliche Verhalten fortsetze, würden scharfe US-Sanktionen verhängt.

"Das iranische Regime hat eine Wahl"

"Das iranische Regime hat eine Wahl", hieß es weiter. Es könne Frieden wählen anstelle von Geiselnahmen, Ermordungen, Sabotage, Schiffsentführungen und Angriffen auf den internationalen Öl-Handel. "Die Vereinigten Staaten bemühen sich um Frieden, und wir unterstützen das iranische Volk. Es ist an der Zeit für das iranische Regime, dasselbe zu tun."

Iranische Studenten hatten die US-Botschaft in Teheran am 4. November 1979 besetzt, um gegen die Aufnahme des gestürzten Schahs Reza Pahlavi in den USA zu demonstrieren. Die als Geisel genommenen US-Botschaftsangehörigen kamen erst nach 444 Tagen frei. Wegen der Botschaftsbesetzung brachen die USA damals die diplomatischen Beziehungen zum Iran ab, die auch vier Jahrzehnte später noch nicht wieder aufgenommen wurden. Beide Staaten bleiben verfeindet.

Der Iran würdigte den 40. Jahrestag des Vorfalls am Montag mit staatlich organisierten Kundgebungen. Die Botschaftsbesetzung wird von den Hardlinern im Land immer noch als revolutionäre Heldentat und Sieg über den US-Imperialismus gefeiert.

(an/dpa)

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