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USA verhängen Sanktionen gegen Türkei

15.10.2019 9:14 Uhr

Im Zuge der Militäroperation in Nordsyrien haben die USA Sanktionen gegen drei türkische Minister und Strafzölle gegen die Türkei verhängt. Unterdessen plant Pence, für Gespräche in die Türkei zu reisen.

Das US-Finanzministerium setzte am Montag Verteidigungsminister Hulusi Akar, Innenminister Süleyman Soylu und Energieminister Fatih Dönmez auf eine schwarze Liste. Damit wird mögliches US-Vermögen der Minister eingefroren, außerdem werden Finanztransaktionen mit ihnen untersagt.

"Die Vereinigten Staaten ziehen die türkische Regierung für eskalierende Gewalt durch türkische Einheiten, die Gefährdung unschuldiger Zivilisten und die Destabilisierung der Region zur Verantwortung", erklärte Finanzminister Steven Mnuchin. Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump die Sanktionen angekündigt.

US-Vizepräsident Mike Pence kündigte derweil an, rasch in die Türkei reisen zu wollen. Trump habe ihn beauftragt, eine Delegation anzuführen, um einen Waffenstillstand zu erreichen. Der US-Präsident habe mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan telefoniert und ihn aufgefordert, die "Invasion" in Nordsyrien zu beenden, sagte Pence weiter.

Strafzölle auf Stahl

US-Präsident Donald Trump hat wegen der türkischen Offensive in Nordsyrien Strafzölle auf Stahl aus der Türkei verhängt. Zudem kündigte er am Montag über den Kurzbotschaftendienst Twitter die Beendigung von Handelsgesprächen mit Ankara sowie Sanktionen gegen die türkische Führung an. Die US-Soldaten sollen nach Angaben des Präsidenten nach dem Abzug aus Syrien "in der Region" bleiben, um eine Wiedererstarken der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu verhindern.

"Ich bin völlig vorbereitet, die Wirtschaft der Türkei umgehend zu zerstören, wenn die türkische Führung ihren gefährlichen und zerstörerischen Weg fortsetzt", schrieb Trump. Er hatte Ankara bereits zuvor wiederholt mit harten Reaktionen wegen der türkischen Offensive in Nordsyrien gedroht.

(be/afp)

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