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USA und Russland sprechen über die Zukunft Venezuelas

17.3.2019 15:25 Uhr

Nach russischen Angaben wollen sich Diplomaten aus Washington und Moskau an diesem Dienstag in Rom zu Gesprächen über die Lage in dem Krisenland Venezuela zusammenkommen. Russland werde dabei weiter darauf bestehen, dass ein militärisches Eingreifen der USA in dem südamerikanischen Staat unzulässig sei, sagte Vizeaußenminister Sergej Rjabkow am Sonntag der Agentur Interfax in Moskau.

Die Konsultationen sind demnach mit dem US-Beauftragten für Venezuela, Elliot Abrams, geplant. Russland will erreichen, dass Venezuela seinen innenpolitischen Konflikt durch Dialog löst. Dort kämpft der unter anderem von den USA unterstützte selbst ernannte Übergangspräsident Juan Guaidó gegen Staatschef Nicolás Maduro, der den Beistand Russlands hat.

Dialog trotz unterschiedlicher Ansichten

«Die Positionen Moskaus und Washingtons in dieser Frage liegen diametral auseinander, aber das ist kein Grund, nicht miteinander zu reden», sagte Rjabkow weiter. Zugleich warnte er vor Versuchen der USA, sich in die engen Beziehungen zwischen Russland und Venezuela einzumischen.

Russland unterstützt den kriselnden Ölstaat Venezuela beispielsweise mit Lieferungen von Nahrungsmitteln und Medikamenten sowie im Kampf gegen die US-Sanktionen. Zudem ist Venezuela Waffenkunde und Kreditnehmer bei Russland.

(an/dpa)