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USA: Truppenabzug aus Syrien erneut relativiert

7.1.2019 21:57 Uhr

Den Abzug der amerikanischen Truppen aus Syrien hat US-Präsident erneut relativiert. Der Abzug solle "vorsichtig" und im "angemessenen Tempo" geschehen, schrieb Trump am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Zugleich würden die USA den Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) fortsetzen.

Trump hatte kurz vor Weihnachten mit der Ankündigung überrascht, umgehend alle US-Soldaten aus dem Bürgerkriegsland abzuziehen, da der Kampf gegen den IS gewonnen sei. Aus Protest gegen die Ankündigung war Verteidigungsminister Jim Mattis zurückgetreten.

"Nur Sand und Tod"

Seither hat der US-Präsident seine Ankündigung bereits stark eingeschränkt. So merkte er in der vergangenen Woche an, er wolle zwar "nicht für immer in Syrien bleiben", denn dort gebe es nur "Sand und Tod". Allerdings habe er "niemals gesagt, dass wir über Nacht rausgehen".

Trumps Nationaler Sicherheitsberater John Bolton sagte am Sonntag bei einem Treffen mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu in Jerusalem, bei einem US-Abzug müsse sichergestellt sein, dass der IS besiegt und nicht in der Lage sei, wieder zu erstarken. Zudem müsse die Sicherheit der US-Verbündeten in der Region garantiert sein.

Sicherheit der Kurden muss gewährleistet sein

Zuvor hatte Bolton laut dem Nachrichtensender NBC News vor mitreisenden Journalisten gesagt, vor einem US-Abzug müsse die Sicherheit der kurdischen Verbündeten der USA in Syrien gewährleistet sein. Der Trump-Berater sagte zudem, es sei möglich, dass nicht alle 2000 US-Soldaten aus Syrien abgezogen würden. Ein Abzug könnte im Norden stattfinden, während die Soldaten im Süden stationiert bleiben könnten, um den Einfluss des Iran zu beschränken.

(an/afp)