epa/Michael Reynolds

USA: Trump verteidigt Truppenabzug aus Syrien

20.12.2018 15:01 Uhr

Die Entscheidung die amerikanische Truppen aus Syrien abzuziehen gilt als umstritten. Nun verteidigt US-Präsident die überraschende Entscheidung.

"Wollen die USA der Polizist im Nahen Osten sein?", schrieb er auf Twitter. "Sollen wir ewig dort bleiben?" Die Präsenz bringe den USA nichts, koste aber das Leben von Soldaten sowie Billionen Dollar für den Schutz anderer.

Es sei jetzt Zeit für andere, zu kämpfen. «Russland, der Iran, Syrien und viele andere sind nicht glücklich darüber, dass die USA gehen», schrieb Trump am Donnerstag weiter auf Twitter. «Jetzt müssen sie den IS und andere, die sie hassen, ohne uns bekämpfen», fuhr er fort. Am Vortag hatte er noch - im Gegensatz zu Experten weltweit und Politikern seiner eigenen Partei - erklärt, der IS sei besiegt.

Lokale Gegner des IS sind Iran, Russland und Syrien

Seine Entscheidung vom Mittwoch sei keine Überraschung gewesen, schrieb Trump weiter. Er habe bereits vor einem halben Jahr diese Absicht geäußert, sich dann aber überzeugen lassen, länger zu bleiben. Die lokalen Gegner des IS seien der Iran, Russland und Syrien. «Wir tun ihre Arbeit», schrieb Trump.

Die Entscheidung Trumps zum Truppenabzug aus dem Bürgerkriegsland hat im In- und Ausland zu einem Aufschrei und teils zu höhnischen Reaktionen über die Urteilskraft Trumps geführt. Senatoren und Abgeordnete beider Parteien nannten den Schritt «gefährlich». Mehrere US-Politiker forderten den Präsidenten auf, die Entscheidung zu überdenken. Applaus kam dagegen aus Moskau.

(an/afp)

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