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USA setzt Belohnung auf Hinweise zur Hisbolla-Bewegung aus

23.4.2019 8:03 Uhr

Die US-Regierung möchte die Geldströme der pro-iranischen Hisbolla-Bewegung stoppen. Und das lässt sie sich satte zehn Millionen Dollar für hilfreiche Hinweise kosten.

Das US-Außenministerium erklärte am Montag, eine Belohnung von zehn Millionen Dollar (8,9 Millionen Euro) gebe es für Informationen, mit denen Washington die libanesische Miliz auf entscheidende Weise treffen könne. Dazu zählten Hinweise auf Geldgeber, Finanzinstitutionen, die Transaktionen für die Hisbollah vornehmen, und Geschäfte der schiitischen Bewegung.

Hisbollah-Unterstützer im Fokus

Das Außenministerium nannte drei mutmaßliche Hisbollah-Unterstützer, um zu zeigen, welche Informationen es anstrebe. Genannt wurde dabei Ali Jussef Tscharara, der die Hisbollah unterstützen soll, in dem er Millionensummen der Miliz in die Telekommunikationsindustrie in Westafrika investierte. Washington betrachtet die Hisbollah als "Terrororganisation" und hat Sanktionen gegen die schiitische Bewegung verhängt, die im Libanon mit drei Ministern an der Regierung beteiligt ist. Die Hisbollah wird von Israels Erzfeind Iran unterstützt. Die USA bemühen sich seit Längerem darum, den Iran international zu isolieren. Der militärische Arm der Hisbollah spielt eine führende Rolle im syrischen Bürgerkrieg, wo die Miliz an der Seite der Truppen von Machthaber Baschar al-Assad kämpft. Die USA und Israel sehen die Präsenz der Hisbollah dort mit Sorge.

(be/afp)