imago/ZUMA Press

USA: Senat stärkt den Umweltschutz

5.3.2019 23:54 Uhr

In den USA sehen Umweltschützer positiv in die Zukunft, dass erste Mal seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump. Der US-Senat in Washington stimmte am Dienstag mit 98 zu zwei Stimmen für den sogenannten Natural Resources Management Act, der rund 810.000 Hektar Land neu oder stärker unter Schutz stellt. Nun muss noch das Repräsentantenhaus zustimmen.

Das Gesetz sieht außerdem die Vergrößerung von acht Nationalparks und historischen Stätten und die Schaffung neuer Schutzgebiete vor. Es stellt Lebensräume von Tieren wie Lachsen oder Dickhornschafen unter Schutz, etwa vor dem Abbau von Bodenschätzen. Außerdem wandelt es einen wichtigen Naturschutzfonds in eine dauerhafte Einrichtung um, nachdem die Trump-Regierung diesem vergangenen Jahr keine Finanzmittel bereitgestellt hatte.

"Staatliches Land gehört zu den größten Schätzen dieses Landes und wir sind erfreut, dass es große Unterstützung von beiden Parteien gibt, diese wichtigen Lebensräume zu schützen", erklärte der Chef der Umweltorganisation Sierra Club, Michael Brune. Die Präsidentin des Verbandes zum Schutz der Nationalparks, Theresa Pierno, erklärte, das Votum des Senates zeige einmal mehr, dass Umweltschutz von Republikanern und Demokraten gemeinsam unterstützt werden müsse.

Ausweitung der Nationalparks

Das Gesetz entzieht Bergbau-Rechte für Gebiete in der Nähe des Yellowstone Nationalparks im Bundesstaat Wyoming. In Kalifornien sollen die Nationalparks Joshua Tree und Death Valley ausgeweitet werden. Größerer Schutz wird auch Gebieten von amerikanischen Ureinwohnern zugestanden.

Seit Trumps Amtsantritt im Januar 2017 wurden viele Umweltschutzbestimmungen früherer Regierungen gekippt. So erlaubte Trump Ölbohrungen in einem Schutzgebiet in der Arktis und verkleinerte zwei Schutzgebiete im Bundesstaat Utah, um die Kohlelobby zufrieden zu stellen. Vor einem Jahr traten fast alle Mitglieder des Beratergremiums für die Nationalparks zurück. Sie protestierten damals gegen den damaligen Innenminister Ryan Zinke, der er aus ihrer Sicht die Nationalparks sträflich vernachlässigte.

(an/dpa)