epa/Ronald Wittek

USA schätzen das transatlantischen Bündnis

17.2.2020 0:53 Uhr

Um das transatlantische Verhältnis war es schon einmal besser bestellt. Das wollen die US-Demokraten nun ändern. «Wir wollen jeden Zweifel daran zerstreuen, dass die Vereinigten Staaten die transatlantische Beziehung schätzen», sagte die Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi am Sonntag zum Abschluss der Münchner Sicherheitskonferenz.

Pelosi, die als schärfste Kritikerin des US-Präsidenten Donald Trump gilt, bekräftigte im Namen von Mitgliedern des Repräsentantenhauses und den Senats das US-Bekenntnis zum Multilateralismus und der Nato.

"Der Westen gewinnt"

Damit widersprach sie indirekt den Äußerungen von US-Verteidigungsminister Mike Pompeo vom Vortag. Der ehemalige CIA-Chef wies am Samstag zwar den Vorwurf zurück, die USA verweigerten sich der Zusammenarbeit in der internationalen Gemeinschaft. Dabei betonte er aber immer wieder die Souveränität von Staaten - ohne die Rolle der Europäischen Union oder der Vereinten Nationen zu beleuchten. Mehrfach sagte er: «Der Westen gewinnt.»

US-Demokrat Stephen Lynch entgegnete in München, die Demokratie werde heutzutage angegriffen. «Der einzige Weg zu überleben ist, dass wir zusammen überleben.» Sein demokratischer Kollege Jim Himes sagte, der Westen gewinne vielleicht mit Blick auf wirtschaftliche oder militärische Fragen. «Aber unsere Stärke, unsere Außergewöhnlichkeit kommt nicht von dieser Art des Gewinnens.» Vielmehr seien es gemeinsame Werte wie Meinungsfreiheit oder die Würde des Einzelnen.

(an/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.