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USA mit letztem Ultimatum an die Türkei

22.5.2019 21:49 Uhr

Der Türkei bleibt durch ein Ultimatum der USA eine Zeitspanne von zwei Wochen, um den Verkauf des russischen Flugabwehrsystems S-400 rückabzuwickeln. Entscheidet sich die Türkei dafür, den Kauf durchzuziehen, wird erwartet, dass die USA harte Gegenmaßnahmen gegen den NATO-Partner einläuten, wie zum Beispiel von CNBC unter Bezugnahme auf nicht genannte Regierungsquellen berichtet wird.

Mit dem Ultimatum zum Erwerb des "Patriot"-Systems von den USA, für das eine Verlängerung zum jetzigen Zeitpunkt vollkommen unrealistisch erscheint, befindet sich Ankara in einer Zwickmühle. Wird statt eines "Patriot"-Kaufes der S-400-Deal finalisiert und besteht man weiter auf den Kauf, wird es keine Lieferung von 100 Jets vom Typ F-35 geben. Auch die Zusammenarbeit für den Bau des Kampfjets soll dann zeitnah beendet werden. Zudem wird auch in Aussicht gestellt, dass man "Reaktionen der NATO" beim Erwerb für möglich und wahrscheinlich hält.

Keine F35-Jets im Fall des S-400-Deals

Ankara hat sich eigentlich klar positioniert und gesagt, man wolle nicht nur das S-400-System erwerben, sondern auch am Bau des S-500-Systems mitwirken. Zusagen der Türkei seitens Außenminister Mevlüt Cavusoglu, man wolle das S-400-System nicht ins bestehende NATO-System integrieren oder damit koppeln, stießen auf keine Resonanz. Die USA und andere Nato-Länder hatten Ankara wiederholt wegen des Deals mit Moskau kritisiert. Zudem hatte das Pentagon der Türkei klar gemacht, dass der Erwerb der russischen S-400 Raketenabwehrsysteme ihre Teilnahme am Programm zur Entwicklung des neuesten US-amerikanischen F-35-Jagdbombers völlig ausschließen werde.

Die an die Türkei zu liefernden Fla-Raketenkomplexe S-400 werden laut den Worten des türkischen Außenministers, Mevlüt Cavusoglu, nicht ins Nato-Raketenabwehrsystem integriert und stellen auch keine Bedrohung für US-amerikanische F-35 Jagdflugzeuge dar.

(Hürriyet.de)