epa/Maxim Shemetow

USA kritisieren Russland wegen gefangener ukrainischen Seeleute

14.12.2018 12:28 Uhr

Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, über deren Schicksal entscheide allein die russische Justiz. Die Kooperation zwischen Russland und den USA und ein mögliches Präsidententreffen seien dagegen entscheidend für die Sicherheit der Welt.

"Die russische Seite ist, wie Präsident (Wladimir) Putin gesagt hat, weiter zu einem Spitzentreffen bereit", sagte Peskow am Freitag in Moskau der Agentur Interfax zufolge. Im Vergleich dazu sei das ukrainische Problem nachgeordnet. "Wir rechnen darauf, dass auch die USA zu diesem Schluss kommen", sagte der Kremlsprecher.#

Peskow vs. Bolton

Peskow reagierte damit auf Äußerungen von US-Sicherheitsberater John Bolton. Dieser hatte gesagt, ohne eine Freilassung der Ukrainer könne es kein Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Putin geben. Der russische Küstenschutz hatte Ende November in der Meerenge von Kertsch 3 ukrainische Boote mit 24 Mann Besatzung gewaltsam festgesetzt und wirft ihnen illegales Eindringen nach Russland vor.

Eine Belastung im Verhältnis zwischen den USA und Russland ist derzeit auch der Fall der russischen Studentin Maria Butina. Sie hat sich vor Gericht in Washington schuldig bekannt, als russische Einflussagentin gearbeitet zu haben. Das Geständnis sei erzwungen worden, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Freitag. Peskow nannte die Vorwürfe gegen Butina konstruiert.

(an/dpa)

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