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USA heben Sanktionen gegen die Türkei auf

23.10.2019 18:01 Uhr

Die USA heben ihre nach der türkischen Invasion in Nordsyrien verhängten Sanktionen gegen die Türkei wieder auf. Die Türkei habe eine dauerhafte Waffenruhe in Nordsyrien angekündigt, sagte US-Präsident Donald Trump am Mittwoch zur Begründung. Dies sei ein "größerer Durchbruch" für eine "bessere Zukunft" in Syrien und im Nahen Osten.

Ankara habe seine Regierung informiert, dass es die zunächst auf fünf Tage beschränkte und am Dienstag abgelaufene Feuerpause "dauerhaft" beibehalten wolle, sagte Trump. Er sprach von einem "großen Durchbruch" für eine "bessere Zukunft" für Syrien und den Nahen Osten. Trump bezeichnete dies als "Ergebnis" seiner eigenen Politik. Das türkische Verteidigungsministerium hatte am Dienstag erklärt, "zum jetzigen Zeitpunkt" sei ein "neuer Einsatz" der Armee in Nordsyrien nicht nötig.

Der US-Präsident sagte, seine Regierung habe die Schaffung eines "viel friedlicheren und stabileren Gebiets zwischen der Türkei und Syrien erreicht". Er bezog sich damit auf die "Sicherheitszone", welche der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan durch die Invasion schaffen will.

Der US-Präsident steht wegen seines Syrien-Kurses massiv in der Kritik, auch aus den Reihen der eigenen Republikanischen Partei. Er hatte nach einem Telefonat mit Erdogan vor zweieinhalb Wochen den Abzug der US-Soldaten aus Nordsyrien beschlossen. Damit machte Trump den Weg für die türkische Großoffensive gegen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) in dem Gebiet frei. Die YPG waren bis dahin der wichtigste Verbündete der USA im Kampf gegen den IS.

Aktualisiert: 23.10.2019, 18:27 Uhr

(be/afp)

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