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USA besiegt England - Finale!

2.7.2019 23:15 Uhr

Die US-Girls werden ihrer Favoritenrolle bei der Frauen-WM in Frankreich voll und ganz gerecht. Im Spiel USA gegen England gewannen sie knapp und etwas glücklich, aber am Ende dann doch aufgrund der Gesamtleistung verdient mit 2:1 und ziehen ins WM-Finale ein. Es ist für die US-Frauen die dritte Endspielteilnahme bei der WM in Serie und sollten sie am Sonntag in Finale siegen, wäre es der vierte Stern für das US-Team. Damit würden die Amerikanerinnen ihren Vorsprung auf den Ranglistenzweiten Deutschland weiter ausbauen. Die DFB-Frauen haben bisher zwei Titel für sich verbuchen können.

Den Gegner für Sonntag (17.00 Uhr) ermitteln Deutschland-Bezwinger Schweden und Europameister Niederlande am Mittwoch (21.00 Uhr/ARD und DAZN). In Abwesenheit des offenbar angeschlagenen Superstars Megan Rapinoe trafen Christen Press (10.) und Kapitänin Alex Morgan (31.) jeweils per Kopf für die gewohnt dynamischen US-Girls. Ellen White (19.) gelang der zwischenzeitliche Ausgleich für die Lionesses, die sich wie vor vier Jahren in Kanada mit dem Spiel um Platz 3 begnügen müssen.

England war kurz vor Schluss nah am Ausgleich

In der 84. Minute scheiterte Englands Kapitänin Steph Houghton mit einem Foulelfmeter an US-Torhüterin Alyssa Naeher. Ihre Teamkollegin Millie Bright musste mit Gelb-Rot vom Platz (87.). Morgan und White führen die WM-Torjägerliste mit je sechs Treffern an. Rapinoe saß im Stade de Lyon vor 53.512 Zuschauern überraschend auf der Bank. Da sie auch beim Aufwärmen nicht mitwirkte, wurde über eine Verletzung der extrovertierten Kritikerin von US-Präsident Donald Trump spekuliert. Offizielle Informationen gab es zunächst nicht.

Auch ohne die Flügelstürmerin (fünf WM-Tore) legte der Weltranglistenerste los wie die Feuerwehr und brachte die englische Defensive in Bedrängnis. Die Führung ließ nicht lange auf sich warten. Nach einer Flanke von Rechtsverteidigerin Kelley O'Hara köpfte Press unbedrängt ein. Der Rückstand wirkte aber wie ein Weckruf für die Engländerinnen. Torjägerin White nutzte die erste Chance per Direktabnahme zu einem sehenswerten Treffer. Doch die englische Abwehr blieb bei hohen Bällen in den Strafraum erstaunlich anfällig. Nach einer hohen Hereingabe von Mittelfeld-Motor Lindsey Horan durfte Star-Stürmerin Morgan an ihrem 30. Geburtstag ebenfalls ohne ernsthafte Gegenwehr einköpfen.

Eine intensive zweite Hälfte half England nicht

Nach dem Seitenwechsel wurde die Begegnung ruppiger. Beide Teams hielten dennoch die Schlagzahl hoch und drängten mit schnellen Aktionen nach vorne. Der vermeintliche erneute Ausgleich durch die emsige White (68.) nach tollem Zuspiel von Keira Walsh zählte nicht - Video-Assistent Carlos del Cerro Grande (Spanien) hatte eine hauchdünne Abseitsstellung der Stürmerin erkannt.

Der VAR kam in der Schlussphase erneut zum Einsatz, weil Innenverteidigerin Becky Sauerbrunn White im Strafraum zu Fall brachte. Schiedsrichterin Elvina Alves Batista (Brasilien) entschied auf Elfmeter, doch Naeher parierte den schwach geschossenen Ball von Houghton.

(ce/afp)

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