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USA beraten über Venezuela und Maduro

1.5.2019 19:46 Uhr

Die USA beraten sich aktuell über Lage in Venezuela. Im Land selbst werden massive Anti-Maduro-Demonstrationen erwartet. US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan hat seinen geplanten Europa-Trip abgesagt, damit er sich in der Sache besser mit dem US-Präsidenten Donald Trump beraten könne. Noch heute ist eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates der USA im Weißen Haus geplant.

Am Mittwoch soll der Nationale Sicherheitsrat im Weißen Haus zusammenkommen, um neben Venezuela auch zur Stärkung der Grenze zu Mexiko zu tagen, teilte das Pentagon mit. Außenminister Mike Pompeo bekräftigte in einem Interview mit dem TV-Sender Fox Business, dass die USA vorbereitet seien, militärisch in Venezuela einzugreifen. Die Vereinigten Staaten bevorzugten allerdings einen friedlichen Machtübergang in dem südamerikanischen Land.

Großdemonstrationen mit ungewissem Ausgang in Venezuela erwartet

Der Oppositionsführer Juan Guaido beansprucht die Macht für sich und versucht das Militär auf seine Seite zu ziehen und sich damit gegen den sozialistischen Staatschef Nicolas Maduro zu stellen. Am Mittwoch werden erneut Massendemonstrationen erwartet. Guaido sprach bereits vom "größten Aufmarsch" in der Geschichte des krisengeplagten Landes. "Heute geht es weiter", twitterte er.

Die russische Regierung dementierte unterdessen US-Aussagen, Maduro überredet zu haben, nicht aus seinem Land zu fliehen. Damit sollten Maduros Anhänger im Militär demoralisiert und die Krise weiter angeheizt werden. Pompeo hatte CNN zuvor gesagt, Maduro sei nach einer russischen Intervention von seinen Plänen abgewichen und doch im Land geblieben. Russland ist ein enger Verbündeter von Maduro und unterstützt ihn auch mit Waffen.

(ce/Reuters)