dpa

US-Visum fragt nach Social-Media-Auskünften

2.6.2019 22:57 Uhr

Wer sich zukünftig ein Visum für die USA ausstellen lassen möchte, muss auf dem Antrag auch die Social-Media-Identifikation, Telefonnummern und E-Mail-Adressen angeben. Für die "Nationale Sicherheit".

Das US-Außenministerium bestätigte am Sonntag entsprechende Medienberichte.

"Das US-Außenministerium hat seine Antragsformulare für Migranten- und Nicht-Migranten-Visa angepasst, um von den meisten Antragstellern zusätzliche Informationen zu erfragen, darunter auch Social-Media- Identifikation", heißt es in einer Stellungnahme. Die Maßnahme war bereits 2017 angekündigt worden.

Die zusätzlichen Informationen sollen dazu beitragen, die Identität des Antragstellers abzusichern. Damit könne noch besser gewährleistet werden, dass legitime Reisende einreisen können und die Nationale Sicherheit gewährleistet werde.

15 Millionen Visa-Antragssteller betroffen

Bisher mussten nur Antragsteller ihre Social-Media-Kontakte und E-Mail-Konten angeben, die zuvor in Ländern unterwegs waren, die von Terrororganisationen kontrolliert werden. Künftig werden fast alle der jährlich 15 Millionen Visa-Antragsteller betroffen sein.

Auf den Antragsformularen werden bestimmte Social-Media-Plattformen vorgegeben. Freiwillig können die Antragsteller - falls vorhanden - auch noch weitere Kontakte angeben.

Die meisten Touristen und Besucher, die in die USA aus Deutschland einreisen, nutzen kein Visum, sondern das Programm ESTA, das den Verzicht auf ein Visum bei einer befristeten Aufenthaltsdauer vorsieht.

(be/dpa)

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