imago images / ZUMA Press

US-Verteidigungsminister weist Angaben über US-Truppenabzug zurück

6.1.2020 22:34 Uhr

Ein Brief eines Armee-Generals sorgt für Verwirrung. Dort wurde ein US-Truppenrückzug aus dem Irak angekündigt. US-Verteidigungsminister Mark Esper widerspricht dieser Darstellung.

"Es wurde keine Entscheidung getroffen, den Irak zu verlassen. Punkt", sagte Verteidigungsminister Mark Esper am Montag. Zuvor hatte ein US-General in Bagdad in einem Schreiben an die irakische Armeeführung Truppenbewegungen zur Vorbereitung eines Abzugs angekündigt.

Der Brief stehe im Widerspruch zur Haltung der US-Regierung, betonte Esper. US-Generalstabschef Mark Milley sagte, der Brief sei zwar echt, er sei aber versehentlich verschickt worden.

Neupositionierung?

Zuvor hatte das Schreiben des Leiters der US-Militäroperationen im Irak, Brigadegeneral William Seely, an die Armeeführung in Bagdad für Aufregung gesorgt. "Wir respektieren Ihre souveräne Entscheidung, unseren Abzug anzuordnen", heißt es in dem Schreiben, das der Nachrichtenagentur AFP vorlag. Die US-Armee werde ihre Kräfte deswegen in den kommenden Tagen und Wochen neu positionieren, um einen Abzug vorzubereiten.

Es müssten einige Maßnahmen getroffen werden, um sicherzustellen, "dass die Bewegung aus dem Irak auf sichere und effiziente Art und Weise" geschehe. Deswegen werde es in den kommenden Wochen einen verstärkten Einsatz von Hubschraubern rund um die gesicherte Grüne Zone Bagdads geben.

Das irakische Parlament hatte am Sonntag als Reaktion auf den US-Drohnenangriff auf den iranischen Top-General Kassem Soleimani im Irak den Abzug der US-Truppen gefordert. US-Präsident Donald Trump hatte dies entschieden zurückgewiesen und dem Irak "sehr große" Sanktionen angedroht, sollte Bagdad die US-Truppen des Landes verweisen.

Zuletzt aktualisiert : 6.1.2020, 23:08:32

(be/afp)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.