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US-Truppenabzug: Nach Syrien nun jetzt auch größtenteils aus Afghanistan

21.12.2018 7:09 Uhr

Nach dem Willen von US-Präsident Donald Trump sollen jetzt auch zahlreiche US-Soldaten aus Afghanistan abgezogen werden. "Diese Entscheidung wurde getroffen. Es wird einen bedeutenden Abzug geben", sagte ein US-Regierungsvertreter am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP.

Derzeit sind in Afghanistan rund 14.000 US-Soldaten im Einsatz, entweder für die Nato-Ausbildungs- und Unterstützungsmission "Resolute Support" oder für Anti-Terror-Operationen. Laut "Wall Street Journal" sollen mehr als 7000 US-Soldaten abgezogen werden. Erst am Mittwoch hatte Trump einen vollständigen Abzug der US-Soldaten aus Syrien angekündigt. Diese Entscheidung stieß bei Verbündeten im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) auf viel Unverständnis und ist auch in den USA höchst umstritten.

Trumps Ratgeber ist eigener Instinkt

Am Donnerstag kündigte US-Verteidigungsminister Jim Mattis seinen Rücktritt an. Er hatte mit Trump in der Syrien-Frage und bei einer Reihe weiterer Themen über Kreuz gelegen. Im vergangenen Jahr hatten Mattis und Militärberater Trump noch dazu überreden können, angesichts eines Vormarschs der radikalislamischen Taliban tausende zusätzliche US-Soldaten nach Afghanistan zu entsenden. Damals gab Trump an, sein Instinkt rate ihm zu einem Rückzug aus Afghanistan.

Der US-Präsident traf seine Entscheidung zum Abzug zahlreicher Soldaten aus Afghanistan nun am selben Tag wie seine Entscheidung zu Syrien. Der Beschluss kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem die USA versuchen, eine Friedensvereinbarung mit den Taliban zu erzielen.

(ac/afp)