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US-Staatssekretär Malpass zum neuen Weltbank-Präsidenten ernannt

5.4.2019 19:49 Uhr

Davin Malpass gilt als einer der Vertrauten des US-Präsidenten und war bisher Staatssekretär im US-Finanzministerium - jetzt wurde er zum neuen und damit 13. Präsidenten der Weltbank ernannt. Er war allerdings auch der einzige Kandidat für den Posten.

Malpass sei "in einem offenen und transparenten" Nominierungsverfahren offiziell zum 13. Chef der Weltbank ausgewählt worden, teilte die Institution am Freitag in Washington mit. Er werde sein Amt am Dienstag antreten. Der 63-Jährig hat die Institution, die er künftig leiten soll, in der Vergangenheit harsch kritisiert. Weltbank und IWF gäben "viel Geld" aus, seien aber "nicht sehr effizient", sagte der frühere Wall-Street-Ökonom im Jahr 2017 vor dem US-Kongress. Die Kreditvergabepraxis dieser Institutionen sei "oft korrupt".

Vorgänger überraschend zurückgetreten

Die USA sind der größte Beitragszahler der Weltbank und stellen seit Gründung der Finanzinstitution zum Ende des Zweiten Weltkriegs durchweg deren Präsidenten. Der IWF wurde dagegen bislang stets von Europäern geführt - derzeit von der Französin Christine Lagarde. Der Spitzenposten bei der Weltbank war überraschend frei geworden, nachdem der frühere Amtsinhaber Jim Yong Kim mitten in seiner zweiten Amtszeit überraschend zurückgetreten war. Kernaufgabe der aus fünf Unterorganisationen bestehenden Weltbankgruppe ist es, die Armut in der Welt zu bekämpfen und die Lebensbedingungen der Menschen in Entwicklungsländern zu verbessern.

(be/afp)