imago images / Agencia EFE

US-Staatsanwaltschaft fürchtet einen Fluchtversuch "El Chapos"

26.5.2019 6:49 Uhr

Zwei Mal ist Drogenboss "El Chapo" in seiner Geschichte als Drogenboss aus Hochsicherheitsgefängnissen ausgebrochen, könnte er es jetzt ein drittes Mal versuchen? Das befürchtet die Staatsanwaltschaft in New York, nachdem Joaquin Guzman diverse Hafterleichterungen gefordert hat - unter anderem Sport an der frischen Luft, was allerdings nur auf dem Dach der Haftanstalt zu realisieren wäre. Und von dort habe bereits 1981 ein Häftling per Helikopter fliehen wollen.

"El Chapo" sei bereits aus zwei Hochsicherheitsgefängnissen ausgebrochen, darunter einmal durch einen belüfteten Tunnel mit einer Länge von über einer Meile (etwa 1,6 Kilometer). "Sicher wäre eine Flucht über das Dach, mit einem Hubschrauber oder einem ähnlichen Gerät, grundlegend vergleichbar", heißt es in dem Brief. Das Dokument stammt vom Donnerstag (Ortszeit) und nennt keine konkreten Erkenntnisse über Vorbereitungen für eine Flucht. Auch der Sender CNN berichtete am Samstag über den Brief. Der Richter muss nun entscheiden, ob Guzmáns Forderungen erfüllt werden.

Die Jury hatte Guzmán im Februar in einem der größten Prozesse zu Drogenkriminalität in der Geschichte der USA in allen zehn Anklagepunkten schuldig gesprochen. Der über 60-Jährige muss damit lebenslang hinter Gitter.

(be/dpa)