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US-Sondergesandter im Kampf gegen den IS tritt zurück

22.12.2018 18:45 Uhr

Langsam wird es einsam um US-Präsidenten Trump. Brett McGurk, US-Sondergesandter bei der internationalen Militärallianz gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), ist zwei Tage nach Trumps Ankündigung des Truppenabzugs aus Syrien, zurückgetreten. Erst vor wenigen Tagen erklärte McGurk, dass "niemand" im Kampf gegen den IS von einer "erfüllten Mission" spreche. Doch Trump sah dies anscheinend anders.

McGurk gebe seinen Posten zum 31. Dezember auf, sagte am Samstag ein Vertreter des Außenministeriums in Washington, der nicht namentlich genannt werden wollte. Die Entscheidung wurde drei Tage nach der überraschenden Ankündigung von US-Präsident Donald Trump bekanntgegeben, alle 2000 US-Soldaten aus Syrien abzuziehen.

Trumps Entscheidung stößt auf viel Unverständnis - bei Verbündeten wie bei Gegnern

Trumps Ankündigung vom Mittwoch stieß bei Verbündeten im Kampf gegen den IS auf Unverständnis und ist auch in den USA höchst umstritten. Am Tag darauf kündigte US-Verteidigungsminister Jim Mattis seinen Rücktritt für Ende Februar an. "Sie haben das Recht auf einen Verteidigungsminister, dessen Ansichten mehr auf einer Linie mit Ihren Ansichten sind", schrieb Mattis an Trump, ging allerdings nicht konkret auf den US-Abzug aus Syrien ein.

McGurk war noch von Trumps demokratischen Amtsvorgänger Barack Obama zum US-Sondergesandten bei der internationalen Militärallianz gegen den IS ernannt worden, Trump hatte ihn auf dem Posten belassen.

(be/afp)

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