imago images / ZUMA Press

US-Sonderermittler Mueller tritt vor die Kameras

29.5.2019 16:46 Uhr

Wie das US-Justizministerium in Washington kurzfristig ankündigte, soll am Mittwoch (17:00 Uhr MESZ) Sonderermittler Robert Mueller eine Erklärung zu seiner Untersuchung zur Russland-Affäre geben.

Während des gesamten Verlaufs seiner fast zweijährigen Ermittlungen zu der Affäre rund um Präsident Donald Trump sowie auch in den Wochen nach Vorlage seines Ermittlungsberichts war Mueller nie vor den Medien aufgetreten.Wozu konkret sich der Sonderermittler nun äußern will, ließ das Justizministerium offen. Mueller werde keine Fragen der Journalisten beantworten, teilte das Ministerium mit.

Ergebnisse heftig umstritten

Die Auslegung von Muellers Ermittlungsergebnissen ist heftig umstritten. Mueller konstatierte in seinem Abschlussbericht zwar, dass er keine stichhaltigen Belege für illegale Geheimabsprachen von Trumps Team mit Russland im Wahlkampf 2016 gefunden habe. Vom Verdacht strafbarer Justizbehinderung entlastete er den Präsidenten aber ausdrücklich nicht - er liefert dafür sogar eine ganze Reihe konkreter Indizien. Justizminister Bill Barr schlussfolgerte gleichwohl, dass der Präsident sich keiner Justizbehinderung schuldig gemacht habe - eine Deutung der Ermittlungsergebnisse, die von den oppositionellen Demokraten heftig attackiert wird. Die Opposition will Mueller im Kongress anhören lassen.

(be/afp)