Symbolbild: epa/Ghulamullah Habibi

US-Soldaten sollen Zivilisten erschossen haben

12.2.2020 13:55 Uhr

US-Soldaten sind im Norden Syriens mit syrischen Regierungsanhängern zusammen gestoßen. Dabei hätten US-Soldaten nahe der Stadt Kamischli einen Menschen getötet, meldeten die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und die staatliche Agentur Sana am Mittwoch. Sana zufolge handelte es sich bei dem Opfer um einen Zivilisten. Dafür gab es zunächst keine unabhängige Bestätigung. Die US-Armee äußerte sich zunächst nicht.

Die Menschenrechtsbeobachter berichteten weiter, Anhänger der syrischen Regierung hätten sich einer US-Patrouille in den Weg gestellt, zugleich hätten regierungstreue Milizenkämpfer in die Luft geschossen. Die US-Truppen hätten das Feuer erwidert und einen Menschen getötet. Nach Angaben des pro-kurdischen Rojava Information Center wollte die US-Patrouille in ein Gebiet unter Kontrolle der Regierung fahren. Den Menschenrechtlern zufolge waren US-Jets zur Abschreckung im Einsatz.

Kaum Zusammenstöße zwischen US-Truppen und Syrern

Im syrischen Bürgerkrieg hat es bisher nur wenige Zusammenstöße zwischen US-Truppen und syrischen Regierungsanhänger gegeben. Die US-Armee unterstützt dort die von Kurden angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF). Diese kontrollieren im Norden und Osten Syriens ein großes Gebiet, wo die Kurden eine Selbstverwaltung errichtet haben. Mit dem Militäreinsatz wollen die USA vor allem die noch immer aktive Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekämpfen.

(an/dpa)

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