DHA

US-Sanktionen: Türkei verurteilt einseitige Sanktionen wegen S-400 aufs Schärfste

14.12.2020 20:14 Uhr

Das türkische Außenministerium sagte am 14. Dezember, dass US-Sanktionen die Beziehungen zwischen der Türkei und den Vereinigten Staaten schädigen werden. Die Türkei fügte hinzu, dass Ankara bei Bedarf eigene Schritte als Antwort auf die Sanktionen einleiten werden. Die USA verhängten am 14. Dezember Sanktionen gegen die Türkei wegen des Kaufs des russischen Raketenabwehrsystems S-400, teilte Außenminister Mike Pompeo mit.

Die Sanktionen, die Teil des CAATSA (Countering America's Adversaries Through Sanctions Act) sind, richteten sich gegen die türkische Präsidentschaft der Verteidigungsindustrie (SSB), ihren Chef Ismail Demir und drei weitere Beamte. Präsident Donald Trump sagte im Juni 2019, die frühere Regierung von Präsident Barack Obama habe die Türkei ungerecht behandelt, als Ankara den Kauf von US-Verteidigungssystemen forderte.

Problemlösung: Türkei zu Gesprächen mit den USA bereit

Die Erklärung des Außenministeriums unter dem Arbeitstitel "Wir verurteilen und lehnen die Entscheidung ab" lautet wie folgt: "Die USA haben heute wegen der S-400 Luftverteidigungssysteme einseitige Sanktionen verhängt. Die Maßnahme verurteilen wir und weigern uns, sie in dieser Form zu akzeptieren. In der Tat hat Präsident Trump selbst mehrfach zu dieser Frage der Rechtmäßigkeit der Türkei Stellung genommen."

Das türkische Außenministerium fährt fort: "Andererseits behaupten die USA, dass die S-400 eine Schwächung der NATO-Systeme schaffen werden. Neben der Türkei sollte sich die NATO durch die Einrichtung einer objektiven technischen Arbeitsgruppe für diese Angelegenheit beteiligen. Die USA haben sich geweigert, unseren Vorschlag anzunehmen, das Problem durch Dialog und Diplomatie auf eine Weise zu lösen, die den beiden Verbündeten angemessen ist und stattdessen einseitige Sanktionen ergriffen. Die Maßnahme gegen die Türkei wird sich negativ auf unsere Beziehung auswirken. Die Türkei behält sich vor, Maßnahmen zu ergreifen, die sie zur Gewährleistung der nationalen Sicherheit für notwendig hält. Darum sollten die USA diese ungerechten Sanktionen überdenken. Wir sind in Bezug auf den Bündnisgeist bereit, durch Dialog und Diplomatie miteinander umzugehen. Das betonen wir nochmals nachdrücklich."

(ce)

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