Symbolbild: imago images/ITAR TASS

US-Sanktionen gegen Tochter von Rosneft

18.2.2020 22:58 Uhr

Die USA haben Sanktionen gegen eine Tochtergesellschaft des russischen Ölkonzerns Rosneft verhängt. Hintergrund ist das Ringen um die Zukunft Venezuelas. Die Gesellschaft Rosneft Trading habe dem Regime von Venezuelas sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro geholfen, US-Sanktionen zu umgehen, sagte ein ranghoher Regierungsmitarbeiter am Dienstag in Washington.

Auf der Sanktionsliste steht einer Mitteilung des US-Finanzministeriums zufolge auch der Vizepräsident von Rosneft, Didier Casimiro, der Rosneft Trading vorsteht. Mit den Strafmaßnahmen werden unter anderem Vermögenswerte von Rosneft Trading und Casimiro in den USA eingefroren. An der Moskauer Börse rutschten die international gehandelten Aktien von Rosneft nach Bekanntwerden der Sanktionen ins Minus.

Rosneft hat massiv in Venezuela investiert

Rosneft Trading gehört zu dem größten Ölkonzerns Russlands, der massiv in das Ölgeschäft in Venezuela investiert hat. Geführt wird Rosneft von Igor Setschin, einem Vertrauten von Staatschef Wladimir Putin. Rosneft Trading wurde gegründet, um Auslandsgeschäfte zu übernehmen.

Die USA und viele Verbündete, darunter auch Deutschland, wollen Maduro zum Rückzug bewegen und haben stattdessen Juan Guaidó anerkannt. Russland dagegen steht im Machtkampf in dem südamerikanischen Land fest an der Seite Maduros.

(an/dpa)

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