Symbolbild: epa/Jeon Heon-Kyun

US-südkoreanische Militärübung hätte Folgen

17.7.2019 7:36 Uhr

Nordkorea zieht die vereinbarte Wiederaufnahme von Gesprächen mit den USA über sein Atomprogramm in Zweifel. Grund sind die geplanten Militärübungen der USA mit Südkorea. Sollte das Manöver tatsächlich stattfinden, "wird sich das auf die Arbeitsgespräche auswirken", erklärte das Außenministerium in Pjöngjang am Dienstag.

Nordkorea werde eine Entscheidung zu den Gesprächen treffen, während es den nächsten Schritt der USA abwarte, wurde ein Sprecher von den Staatsmedien zitiert.

Kurzes Treffen am 38. Breitengrad

US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatten Ende Juni bei einem kurzen Treffen im Grenzort Panmunjom auf der koreanischen Halbinsel vereinbart, Arbeitsgruppen zur atomaren Abrüstung in der Region zu bilden. Nach dem gescheiterten Gipfeltreffen zwischen beiden im Februar in Vietnam weckte das Treffen wieder neue Hoffnung auf Fortschritte in den festgefahrenen Verhandlungen über das Atomprogramm Nordkoreas.

Der Sprecher warf Washington vor, Versprechungen auf höchster Ebene brechen zu wollen. Das von Nordkorea angesprochene Manöver «19-2 Dong Maeng» ist laut Berichten südkoreanischer Medien für den nächsten Monat geplant. Die kommunistische Führung in Pjöngjang warf in der Vergangenheit den USA regelmäßig vor, durch die gemeinsamen Militärübungen mit ihrem Verbündeten Südkorea einen Angriff vorzubereiten. Beide Länder hatten das stets bestritten.

(an/dpa)

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