dpa

US-Polizei fahndet nach 18-Jähriger

17.4.2019 9:47 Uhr

Am 20. April 1999 stürmten zwei mit Pistolen und Gewehren bewaffnete Schüler die Columbine Highschool im US-Bundesstaat Colorado und töteten zwölf Mitschüler sowie einen Lehrer. Kurz vor dem Jahrestag wurde die Columbine und weitere 21 Schulen abgeriegelt, nachdem eine 18-Jährige glaubhafte Drohungen ausgesprochen haben soll. Die junge Frau soll am Dienstag von Miami nach Colorado gereist sein und sich dort eine Waffe und Munition besorgt haben.

Die Drohungen seien nicht "spezifisch" gegen eine bestimmte Schule gerichtet gewesen, aber dennoch glaubhaft, sagte ein Sprecher des FBI Denver am späten Dienstagabend im Jefferson County. Vorsorglich wurden am Dienstag die Columbine-Highschool in Littleton und mehr als 20 weitere Schulen im Umkreis der Großstadt Denver abgeriegelt. Der Unterricht ging hinter verschlossenen Türen weiter. Unklar war, ob die Schulen am Mittwoch öffnen würden.

Polizei nimmt Drohungen ernst

Laut dem Sheriff des Jefferson County gab es schon andere Drohungen, die sich die Columbine-Highschool oder auf die Gewalttat vom 20. April 1999 bezogen. Die Polizei nehme die Drohungen ernst, auch weil es darum gehe, das Sicherheitsgefühl der Schüler und anderen Einwohner der Gegend zu wahren, sagte Sheriff Jeff Shrader. "Dies öffnet eine Wunde, besonders in der Gedenkwoche zum Jahrestag, bei den Familien, die so stark von all dem betroffen waren."

Intensive Suche nach 18-Jähriger

Nach Erkenntnissen des FBI legte die gesuchte junge Frau in der Vergangenheit eine "schwärmerische" Haltung zum Columbine-Massaker an den Tag. Sie sei am Dienstagmorgen von Miami aus nach Colorado gereist und habe dort in einem Laden eine Schusswaffe und Munition gekauft. Wo sie sich aktuell aufhalte, sei unklar. Es laufe eine intensive Suche, an der sich alle verfügbaren Einsatzkräfte der Gegend beteiligten.

(be/dpa)

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