Symbolbild: imago images / Xinhua

US-Kampfjets fangen russische Militärflugzeuge

21.5.2019 23:18 Uhr

"Abgefangen" oder "eskortiert"? Das kommt darauf an, ob man den Amerikanern oder den Russen glauben möchte. Auf jeden Fall flogen die russischen Flieger vor Alaska. Laut Angaben des US-Militärs haben vier Kampfjets die Flieger abgefangen. Die Russen hingegen sagen, sie wären über neutralen Gewässern gewesen.

Das Nordamerikanische Luft- und Weltraum-Verteidigungskommando (Norad) teilte am Dienstag auf Twitter mit, vier amerikanische F-22-Kampfjets hätten insgesamt sechs russische Flugzeuge beim Eindringen in die Luftraumüberwachungszone Alaskas abgefangen. Dabei habe es sich um vier Langstreckenbomber des Typs Tupolew Tu-95 und um zwei Jagdflugzeuge des Typs Suchoi Su-35 gehandelt. Die Flugzeuge hätten sich im internationalen Luftraum aufgehalten.

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, vier Tupolew Tu-95 seien auf einem geplanten Langstreckenflug über neutralen Gewässern gewesen. Die Maschinen seien unter anderem über die Bering-See und entlang der Westküste Alaskas geflogen. "Auf bestimmten Teilen der Route" seien die russischen Flugzeuge von F-22-Jets der US-Luftwaffe "eskortiert" worden. Alle Flüge der russischen Luftwaffe erfolgten in strikter Übereinstimmung mit internationalen Regelungen. Grenzen anderer Staaten würden nicht verletzt. Die Su-35 wurden in der Mitteilung des russischen Ministeriums nicht erwähnt.

Ausländische Militärflugzeuge müssen sich anmelden, bevor sie in die Luftraumüberwachungszone der USA eindringen. Norad wird gemeinsam von den USA und Kanada betrieben. Am 28. Januar hatten vier Norad-Kampfjets zwei russische Bomber beim Eindringen in die kanadische Luftraumüberwachungszone identifiziert.

(be/dpa)

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