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US-Grenzschützer versprühen erneut Tränengas und Pfefferspray an Grenze zu Mexiko

2.1.2019 7:15 Uhr

Als 150 Migranten den Grenzzaun zu überwinden versuchten, setzten die US-Grenzschützer erneut Tränengas und Pfefferspray ein, um die Flüchtlinge zurückzudrängen.

Nach Angaben der US-Grenzschutzbehörde vom Dienstag hatten in der Nacht rund 150 Migranten versucht, den Grenzzaun zwischen der mexikanischen Stadt Tijuana und dem kalifornischen San Diego zu überwinden. 25 Migranten wurden festgenommen, das Tränengas richtete sich den Angaben zufolge gegen Steinewerfer.Im November hatten US-Sicherheitskräfte schon einmal Tränengas einsetzt, um einen Sturm über die Grenze zu stoppen.

1500 Migranten in Tijuana

In Tijuana harren derzeit noch 1500 von ursprünglich 5000 Flüchtlingen aus Zentralamerika aus, die Mitte Oktober in Honduras aufgebrochen waren. Sie fliehen vor Armut und Gewalt in ihren Heimatländern und wollen in die USA gelangen. Die meisten haben inzwischen aber aufgegeben. Am Silvesterabend hatten sich aber noch einmal rund hundert Migranten in Playas de Tijuana an der Pazifikküste versammelt, wie ein AFP-Journalist beobachtete. Die Grenze ist dort mit einem Metallzaun gesichert, der weit ins Meer hineinragt. Auf der anderen Seite warteten US-Sicherheitskräfte. Bei Einbruch der Dunkelheit versuchten die Migranten den Grenzzaun zu überwinden. Die US-Grenzschützer feuerten mindestens zwei Rauchbomben ab.

Auch Frauen und Kinder wurden mit Trängengas besprüht

Unter den Migranten waren Männer, aber auch Frauen mit kleinen Kindern und Jugendliche. Einige von ihnen blieben an der Grenze und starteten nach Mitternacht einen zweiten Versuch. Diesmal setzten die Grenzschützer auch Tränengas und Pfefferspray gegen sei ein. Die US-Grenzschutzbehörde erklärte, das Tränengas habe sich gegen Migranten gerichtet, die über den Zaun Steine auf die Sicherheitskräfte geworfen hätten.

(be/afp)