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US-Gesandter für die Ukraine zurückgetreten

28.9.2019 7:58 Uhr

Die Ukraine-Affäre um das Telefonat zwischen Präsident Trump und dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj schlägt größere Wellen. Als erster ist nun der US-Gesandte für die Ukraine, Kurt Volker, zurückgetreten.

Volker habe seinen Rücktritt am Freitag (Ortszeit) eingereicht, nachdem der US-Kongress ihn zu einer Befragung für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen Trump einbestellt habe, hieß es aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen.

Trump ist wegen der Enthüllungen über das brisante Telefonat mit Selenskyj massiv unter Druck geraten und steht im Verdacht des Amtsmissbrauchs. Die US-Demokraten kündigten wegen der Affäre eine offizielle Untersuchung zu einem möglichen Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten an.

Impeachment schwebt über Trumps Kopf

Trump hatte Selenskyj in dem Telefongespräch Ende Juli gedrängt, die ukrainischen Behörden sollten Ermittlungen gegen den demokratischen Präsidentschaftsbewerber Joe Biden und dessen Sohn Hunter aufnehmen. Biden könnte bei der Präsidentenwahl im November 2020 für die Demokraten gegen Trump antreten, so dass kompromittierende Informationen Trump im Wahlkampf einen Vorteil verschaffen könnten.

Das Telefonat zwischen Trump und Selenskyj wurde durch die interne Beschwerde eines anonymen Geheimdienstmitarbeiters öffentlich. Trump weist alle Vorwürfe zurück und spricht von einer "Hexenjagd" gegen ihn.

(be/afp)

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