epa/FBI/HANDOUT

US-Geheimagentin als möglicher Spion Irans gesucht

14.2.2019 11:36 Uhr

Jahrelang soll die 39-jährige Texanerin Monica Witt, die für den US-Geheimdienst arbeitete, zugleich als Spionin für den Iran tätig gewesen sein, so das Justizministerium. Die USA fahnden nun mit einem Steckbrief nach der mutmaßlichen Spionin, die derzeit im Iran leben soll.

Monica Witt wird demnach vorgeworfen, 2013 vom Iran angeworben worden zu sein. Witt soll unter anderem der Regierung in Teheran strenggeheime Informationen übermittelt und die Identität eines anderen US-Agenten verraten haben. Das FBI veröffentlichte am Mittwoch einen Steckbrief mit Haftbefehl wegen Verschwörung und Geheimnisverrats.

War Witt in Hackerangriffe involviert?

Die Anschuldigungen gegen Witt wurden nach Angaben des Ministeriums im Zusammenhang mit vier iranischen Hackern erhoben, die Cyber-Angriffe auf acht US-Agenten durchgeführt haben sollen. Alle acht hätten mit der Hauptverdächtigen Witt "zu irgendeiner Zeit zusammengearbeitet oder interagiert". Die Hacker sollen demnach im Dienst der Revolutionsgarden - iranischen Streitkräften neben der regulären Armee - gestanden haben.

Laut der Anklageschrift arbeitete Witt bis 2008 bei der US-Luftwaffe und dann für zwei Jahre im Auftrag des Verteidigungsministeriums. 2012 besuchte sie den Iran erstmals für eine Konferenz der Revolutionsgarden. Zu den Cyber-Attacken gegen ehemalige Kollegen soll es 2014 und 2015 gekommen sein.

(sis/dpa)

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