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US-Außenminister zieht positive Zwischenbilanz in Afghanistan

26.2.2020 8:02 Uhr

"Bislang funktioniert die Reduzierung der Gewalt, zwar nicht perfekt, aber sie funktioniert", so US-Außenminister Pompeo am Dienstag in Washington vor Journalisten über die Teil-Waffenruhe in Afghanistan.

In Afghanistan war in der Nacht zum Samstag eine zwischen den radikalislamischen Taliban, der US-Armee und den afghanischen Streitkräften vereinbarte einwöchige Teil-Waffenruhe in Kraft getreten. Seitdem wurde aus Afghanistan ein deutlicher Rückgang von Angriffen gemeldet. Am Dienstag wurden aber nach Angaben des afghanischen Innenministeriums bei drei Attacken in dem Land fünf Sicherheitskräfte getötet. Sollte die vereinbarte "Woche der reduzierten Gewalt" weitgehend eingehalten werden, ist für den kommenden Samstag die Unterzeichnung eines Abkommens zwischen den USA und den Taliban geplant, das den Weg zu einem dauerhaften Frieden ebnen soll.

Kämpfer unter Kontrolle?

Mit der Einhaltung der Teil-Waffenruhe würden die Taliban zeigen, dass sie ihre Kämpfer unter Kontrolle haben und guten Willens sind, nach 18 Jahren des Konflikts eine Friedensvereinbarung zu erzielen. Die USA verhandeln seit mehr als einem Jahr mit den Taliban über das Abkommen, das unter anderem den Abzug von rund der Hälfte der 12.000 bis 13.000 US-Soldaten vorsieht. Im Gegenzug sollen die Taliban Garantien dafür abgeben, dass sie das Terrornetzwerk Al-Kaida und die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekämpfen. Eine Einigung zwischen den USA und den Taliban gilt als wichtiger Vorläufer für direkte Friedensgespräche zwischen der afghanischen Regierung und den Islamisten.

(be/afp)

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