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US-Außenminister Pompeo ruft Griechenland und Türkei zum Dialog auf

3.9.2020 10:48 Uhr

Inmitten der Spannungen im östlichen Mittelmeer hat US-Außenminister Mike Pompeo Griechenland und die Türkei dazu aufgerufen, die Krise durch Gespräche zu lösen. Am 1. September verkündete Pompeo über den Kurznachrichtendienst Twitter mit, dass die USA das Waffenembargo gegen Zypern in Teilen ab dem 1. Oktober für ein Jahr aufheben wird. Hierbei handelt es sich um das Verkaufsverbot für sogenannte militärische Ausrüstung zur Verteidigung, die Zypern nun beschaffen kann.

Der Schritt erfolgte in einer Zeit zunehmender Reibung zwischen der Türkei und ihren Nachbarn Griechenland und Zypern im östlichen Mittelmeerraum. Die NATO-Partner liegen im Streit über Offshore-Explorationsrechte für Energieressourcen.

"Diplomatische Diskussionen"

Mike Pompeo sagte am Mittwoch in einer Pressekonferenz, dass der US-Präsident Donald Trump sowohl den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan als auch den griechischen Premierminister Kyriakos Mitsotakis aufgefordert habe, die Situation durch Dialog zu entschärfen. "Wir fordern alle auf, sich zurückzunehmen, Spannungen abzubauen und diplomatische Diskussionen über die Konflikte im östlichen Mittelmeerraum zu führen", sagte Pompeo. "Es ist nicht sinnvoll, die militärischen Spannungen in der Region zu erhöhen. Daraus können nur negative Dinge entstehen."

Der richtige Schritt?

"Es hat lange gedauert", sagte Pompeo während einer Pressekonferenz am Mittwoch zu dem Entschluss, dass Embargo gegen Zypern aufzuheben. "Wir haben sehr lange daran gearbeitet. Wir wissen, dass diese Entscheidung inmitten der zunehmenden Spannungen im östlichen Mittelmeerraum bekannt gegeben wurde, aber wir dachten, dass es das Richtige wäre."

(be)

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