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US-Außenminister Pompeo beteurt Willen zur "Deeskalation"

3.1.2020 13:51 Uhr

Mit einem Drohnenangriff haben die USA den Top-General Kassem Soleimani getötet. Außenminister Mike Pompeo beteuert, dass man um eine "Deeskalation" bemüht sei. Doch ob diese Aktion deeskalierend oder das absolute Gegenteil sein wird, bleibt offen.

Pompeo schrieb am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter, er habe mit Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) über die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump gesprochen, Soleimani in einer "defensiven" Aktion zu "eliminieren". Deutschland sei ebenfalls besorgt über die "anhaltenden militärischen Provokationen des iranischen Regimes", erklärte Pompeo. "Die USA bleiben einer Deeskalation verpflichtet." Allerdings hat die Tötung des Anführers der Al-Kuds-Brigaden zu einer Eskalation des Konflikts zwischen Washington und Teheran geführt - mit ungewissem Ausgang.

Vergeltungsdrohungen

Soleimani war in der Nacht auf Freitag bei einem US-Angriff am Flughafen von Bagdad getötet worden. Ein US-Verteidigungsvertreter in der irakischen Hauptstadt sagte, der "Präzisionsangriff" sei mit einer Drohne ausgeführt worden. Der Iran hat mit Vergeltung gedroht. Weltweit wuchs die Furcht vor einer Eskalation der Gewalt in der Region. So erklärte eine Sprecherin der Bundesregierung: "Angesichts der jüngsten Entwicklung sehen wir die Gefahr einer Eskalation." Die USA riefen ihre Bürger auf, den Irak "sofort" zu verlassen.

(be/afp)

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