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US-Abzug aus Syrien: Bolton und Pompeo auf Reisen

8.1.2019 7:48 Uhr

Man könnte fast meinen, nach Präsident Trumps überstürzter Truppenabzugs-Ankündigung aus Syrien müssen seine Berater die Wogen glätten und ihren Verbündeten zeigen, dass man weiter Präsenz zeigen wolle.

Beim Besuch des Sicherheitsberaters von US-Präsident Donald Trump in der Türkei dürften Fragen über das weitere Vorgehen in Syrien auf der Agenda stehen. John Bolton wird türkischen und US-Quellen zufolge in der Türkei Präsidentensprecher Ibrahim Kalin, Verteidigungsminister Hulusi Akar sowie Geheimdienstchef Hakan Fidan treffen. Begleitet wird Bolton von Generalstabschef Joseph Dunford und dem Syrien-Beauftragten der US-Regierung, James Jeffrey, der auch neuer Sondergesandter für den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ist.

Ein weiteres Thema dürfte die geplante Offensive der Türkei gegen kurdische Truppen in Nordsyrien sein. Die Türkei sieht die YPG als Nebenarm der verbotenen PKK an. Für die USA sind sie hingegen wichtige Alliierte im Kampf gegen den IS. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, dass man außerdem über die Kontroverse um den türkischen Kauf eines russischen Raketenabwehrsystems diskutieren werde.

Außenminister Pompeo besucht den Nahen Osten

Im Rahmen der regen Reisediplomatie nach dem umstrittenen Beschluss, die US-Truppen aus Syrien abzuziehen, macht sich auch US-Außenminister Mike Pompeo auf den Weg in den Nahen Osten. Pompeo will von heute an bis zum 15. Januar acht Länder besuchen. Eine zentrale Botschaft der Reise sei, dass die USA den Nahen Osten nicht alleine ließen, hieß es vor dem Wochenende aus dem US-Außenministerium. Erste Station ist Jordanien. Weitere Gespräche sind in Ägypten, Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Saudi-Arabien, Oman und Kuwait geplant.

(be/dpa)