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Urteil rechtskräftig - Täter müssen nach Massenvergewaltigung in Haft

28.1.2019 16:40 Uhr

Die Richter Anne Meier-Göring vor dem Landgericht Hamburg sprach anlässlich der Massenvergewaltigung in Hamburg von einer Tat, die ob ihrer Gefühlslosigkeit schockiert und attestierte den Angeklagten, die untereinander verwandt und Mitglieder einer serbischen Großfamilie sind, keine Menschen zu sein, die über ein normales Wertegerüst verfügen. Das sah der Bundesgerichtshof (BGH) wohl ebenso und wies die Revision von zwei der Verurteilten zurück. Damit hat das Urteil Rechtskraft.

Das Urteil gegen vier Jugendliche und einen jungen Erwachsenen wegen des sexuellen Missbrauchs einer 14-Jährigen aus Hamburg ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) wies am Montag die Revision von zwei serbischen Jugendlichen zurück, die zu Jugendstrafen von zwei Jahren und neun Monaten sowie drei Jahren verurteilt worden waren. Die 14-Jährige war stark betrunken auf der Geburtstagsfeier eines der Angeklagten missbraucht worden. (Az. 5 StR 583/18)

Schockierender Missbrauch einer 14-Jährigen

Mehrere Jugendliche filmten nach den Feststellungen des Gerichts zudem den Missbrauch des Mädchens mit ihren Handys. Drei Angeklagte trugen sie demnach danach in den Hinterhof des Mehrfamilienhauses und ließen sie dort fast nackt bei Temperaturen um den Gefrierpunkt liegen.

In einem ersten Verfahren verurteilte das Landgericht Hamburg die vier Jugendlichen zu Bewährungsstrafen und den jungen Erwachsenen zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren. Dieses Urteil hob der BGH im Juli 2017 auf. Das Landgericht verhängte daraufhin nach einer erneuten Verhandlung höhere Strafen gegen die Angeklagten, die nur noch in zwei Fällen zur Bewährung ausgesetzt wurden. Dieses zweite Urteil ist nun nach der erneuten Entscheidung des BGH rechtskräftig.

(ce/afp)