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Ursprünge der Russland-Ermittlungen untersuchen

10.4.2019 22:06 Uhr

Die Ursprünge der Russland-Ermittlungen gegen das Wahlkampflager von Donald Trump will nun der amerikanische Justizminister William Barr untersuchen lassen. Bei einer Anhörung vor dem Kongress sagte Barr am Mittwoch, er glaube, das FBI könnte das Trump-Lager ausgespäht haben. "Ich denke, dass Spionage stattgefunden hat."

Die Frage sei, ob dies ausreichend begründet gewesen sei. Das müsse man untersuchen und dafür werde er ein Team zusammenstellen. Barr fügte hinzu, dass dies nicht gleichbedeutend mit einer Ermittlung gegen das FBI sei. Später stellte er klar, dass er nicht habe sagen wollen, dass eine unsachgemäße Überwachung stattgefunden habe. Er sei besorgt deswegen und wolle es sich anschauen.

Trump sieht Putschversuch gegen sich

Das FBI hatte im Sommer 2016 eine Untersuchung zu möglichen geheimen Absprachen von Trumps Wahlkampflager mit Russland begonnen. Die Bundespolizei erwirkte vor Gericht eine Genehmigung zur Überwachung des ehemaligen Trump-Beraters Carter Page und begründete dies damit, dass Page gezielt von der russischen Regierung angeworben worden sei. Die Untersuchung wurde später vom Sonderermittler Robert Mueller übernommen, der seine Arbeit vor kurzem abgeschlossen hat.

Trump hat sich wiederholt dafür ausgesprochen, die Ursprünge der FBI-Ermittlung unter die Lupe zu nehmen. Am Mittwoch erklärte er, es habe sich um einen "versuchten Coup" gehandelt, um ihn aus dem Amt zu drängen.

(an/dpa)