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Urlaub an der Schwarzmeerküste

28.3.2019 9:35 Uhr

Wer die Mittelmeerküste der Türkei schon in- und auswendig kennt, sollte den Norden des Landes am Schwarzen Meer besuchen.

Die Landschaft dieses von Touristenscharen verschonten Landesteils ist einerseits charakterisiert von kilometerlangen Stränden, andererseits von tiefgrünen Wäldern, Kraterseen, Wasserfällen und Flüssen. Auf Hängen und Hügeln werden Tee und Haselnüsse angebaut. Fischerdörfer, in denen die Zeit stehengeblieben zu sein scheint, und bunte Städte sind hübsche Perlen auf der imaginären Kette, die sich entlang der Küste zwischen Istanbul und Trabzon spannt.

Beim (Sonnen)Baden und Wandern muss es hier nicht bleiben. Rafting, Kanufahren und Angeln sind ebenso gut möglich. In der faszinierenden Berglandschaft des pontischen Gebirges kann während des Winters Ski gefahren werden; im Sommer steigt man lässig auf Gras-Ski um. Verschiedene Thermalquellen laden zur Entspannung ein. In urigen Tavernen wird auf andere Art entspannt. Die Spezialitäten der türkischen Schwarzmeerregion sind fisch- und gemüsereich – serviert von humorvollen, sehr herzlichen Gastgebern.

Empfehlenswerte Urlaubs- und Ausflugsorte

Sinop ist eine der schönsten Städte an der türkischen Schwarzmeerküste. Einige Sehenswürdigkeiten erzählen von einer bewegten Geschichte als einstiges Kultur- und Handelszentrum. Der Naturhafen und die Strandpromenade haben Bilderbuch-Qualität. Von Strand zu Strand flaniert man hier als einer von vergleichsweise wenigen Touristen, gönnt sich einen Tee in einem der Cafés oder isst mit Blick auf das Wasser in einem Restaurant. Der Wasserfall Tatlica bei Erfelik ist einer von vielen Ausflugszielen in der Umgebung.

Sinop

Ünye ist eine Provinzstadt, die am Meer aber auch mitten im Haselnussanbaugebiet liegt. Es gibt zwar einen Stadtstrand, um einiges schöner sind allerdings die westlich gelegenen Strände Camlik und Uzunkum. Unterkunft bieten einige wenige Hotels und Pensionen. Camping ist in der Nähe der äußeren Strände möglich. Beim Paragliding erlebt man die malerische Region aus der Luft.

Ordu wartet nicht nur mit Badeplätzen, sondern auch mit einem kilometerlangen Park direkt am Meer auf. Dort gibt es Restaurants, Kinderspielplätze, Shops und Musikpavillons. Eine Seilbahn fährt auf den Berg Boztepe, von wo aus man einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt hat. In der Umgebung gibt es verschiedene weitere Ausflugsziele für Entdecker.

Ordu

Giresun, die sogenannte Perle der türkischen Schwarzmeerküste, ist eine der grünsten Regionen der Türkei und weltweit. Alle Schattierungen von Grün präsentieren sich hier und kontrastieren das Blau des Meeres und des Himmels auf malerische Weise. Auch für seine Küche ist Giresun bekannt. Unbedingt probieren sollte man Pide, mit Hackfleisch gefülltes Fladenbrot, sowie das Sardellen-Gebäck und Gerichte mit Schwarzkohl.

Trabzon war durch seine Lage an der historischen Seidenstraße und seinen Hafen ein Schmelztopf von Religionen und Kulturen. Heute ist die Stadt noch ein bedeutendes Handels- und Kulturzentrum, das eine fast 3000-jährige Geschichte erzählt. Moscheen, Badehäuser, Museen und vieles mehr kann besichtigt werden. In einem überdachten Bazar kommen Shopping-Liebhaber auf ihre Kosten. Zum Baden sollte man in Trabzon allerdings besser ein Hamam besuchen.

Der Uzungöl (Langer See) in der Provinz Trabzon

(jk)