imago images / Cavan Images

UNWTO sieht Erholung der Tourismusbranche in 2,5 – 4 Jahren

3.10.2020 9:38 Uhr

Die Corona-Pandemie hat weltweit für einen heftigen Einbruch im Tourismus geführt. Monatelange Reise- und Flugstopps, Quarantäne- und Testpflichten sorgten dafür, dass laut der Welttourismusorganisation UNWTO im Jahr 2020 die internationalen Ankünfte im Vorjahresvergleich um 90 Prozent zurückgingen. Mit einer Erholung sei frühestens in 2,5 bis vier Jahren zu rechnen, wie aus drei von der UNWTO veröffentlichten Prognosen hervorgeht.

Quelle: UNWTO

Die Vorhersage zeigt drei Szenarien, wie sich das weltweite gesamte Tourismusaufkommen gemessen in Millionen Ankünften in den letzten Jahren entwickelt hat – und wie die Zukunft aussehen könnte. Demnach könnte es im besten Fall rund 2,5 Jahre – oder bis Ende 2022 bzw. Anfang 2023 – dauern, bis die Tourismusbranche wieder richtig ins Laufen kommt. Das zweite Szenario geht von einer Erholung der Branche zum Sommer 2023 aus. Im "Worst Case" könnte es ganze vier Jahre dauern, bis der Tourismus wieder annähernd auf die Zahlen vor der Corona-Pandemie kommt.

Prognose basierend auf früheren Krisen

Die Prognosen der UNWTO beziehen sich auf Krisen aus der Vergangenheit. So habe es beispielsweise nach dem Ausbruch des SARS-Virus im Jahr 2003 rund elf Monate gedauert, bis das vorherige Niveau wieder erreicht wurde.

Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 benötigte es einen Zeitraum von knapp 14 Monaten.

393 Milliarden Euro Verluste

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 vermeldet die Welttourismusorganisation einen Rückgang der internationalen Ankünfte von 65 Prozent – eigentlich nicht so schlecht, wenn man bedenkt, dass von März bis Mitte Juni kaum Flüge stattfanden.

Mittlerweile hätten laut UNWTO 53 Prozent aller Länder ihre Grenzen wieder geöffnet, allerdings oftmals nur mit Einschränkungen und Maßnahmen. Am härtesten wurde der Asiatische Raum durch den Einbruch des Tourismus getroffen: es gab einen 72-prozentigen Rückgang bei ankommenden Touristen. Insgesamt habe die Branche von Januar bis Juli musste die Tourismusbranche insgesamt Verluste von rund 392 Milliarden Euro hinnehmen. Deshalb würde sich die UNWTO dafür einsetzen, mit einem einheitlichen Konzept die Reisebranche zu unterstützen und den Tourismus wieder anzukurbeln.

(be)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.